Energiepreise in Österreich 2026: Strom- und Gaspreis-Entwicklung
Die Energiekrise mit ihren Rekordpreisen von 2022 und 2023 ist vorbei – günstig ist Energie in Österreich deshalb aber nicht geworden. Die reinen Energiepreise haben sich gegenüber dem Höchststand zwar beruhigt, gleichzeitig sind Netzentgelte, Steuern und Abgaben gestiegen und staatliche Entlastungen wie die Strompreisbremse ausgelaufen. Unterm Strich zahlen Haushalte 2026 weiterhin spürbar mehr als vor der Krise. Hier bekommst du den aktuellen Überblick – und die wichtigsten Hebel, um deine Strom- und Gasrechnung niedrig zu halten.
Aktuelle Energiepreise auf einen Blick (Stand Juni 2026): Strom rund 25–30 Cent/kWh, Gas rund 8–10 Cent/kWh (brutto, Haushalt). Beide liegen über dem Vorkrisenniveau – weil gestiegene Netzentgelte und Abgaben die gefallenen Großhandelspreise ausgleichen. Beeinflussen kannst du nur den Energiepreis (rund 40 % der Rechnung) – über die Wahl deines Anbieters.
Wie haben sich die Gas- und Strompreise in Österreich 2026 entwickelt?
Strom: Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt 2026 brutto grob 25 bis 30 Cent pro kWh – bei 3.500 kWh Jahresverbrauch also rund 900 bis 1.050 € im Jahr. Die Großhandelspreise sind gegenüber dem Krisenhoch zwar deutlich gefallen, höhere Netzentgelte und Abgaben gleichen das aber weitgehend aus – der Endpreis liegt damit klar über dem Vorkrisenniveau (2019 rund 20 Cent pro kWh). Günstige Wechseltarife liegen am unteren Ende dieser Spanne, alte Bestandsverträge eher darüber.
Was eine einzelne Kilowattstunde aktuell kostet – inklusive der Unterschiede je Bundesland – liest du in unserem Überblick Was kostet 1 kWh Strom?.
Gas: Hier fiel die Entlastung größer aus. Ein Durchschnittshaushalt zahlt 2026 brutto etwa 8 bis 10 Cent pro kWh, bei 15.000 kWh Verbrauch also grob 1.200 bis 1.500 € im Jahr. Günstige Wechseltarife liegen oft bei 8 bis 12 Cent, alte Bestandstarife dagegen schnell bei 13 bis 19 Cent – ein klarer Hinweis darauf, wo sich ein Wechsel lohnt.
Und: Die Energiepreise schwanken weiterhin stark. Schon einzelne Ereignisse am Weltmarkt können die Arbeitspreise innerhalb weniger Monate deutlich bewegen.
| Zeitraum | Strompreis-Niveau |
|---|---|
| 2019 (vor der Krise) | ~20 ct/kWh |
| 2022–2023 (Energiekrise) | Rekordhoch, deutlich darüber |
| 2026 (heute) | ~25–30 ct/kWh |
Was treibt die Preise – und was kannst du beeinflussen?
Deine Strom- und Gasrechnung besteht aus drei Teilen:
- Energiepreis: der Preis für die reine Energie, den dein Lieferant selbst festlegt. Diesen Teil – und nur diesen – bestimmst du über die Wahl deines Anbieters.
- Netzentgelt: rund ein Drittel der Rechnung, vom regionalen Netzbetreiber erhoben und von der E-Control reguliert. An deinen Wohnort gebunden und durch einen Wechsel nicht veränderbar.
- Steuern und Abgaben: u. a. Elektrizitäts- bzw. Erdgasabgabe, Ökostromförderung, CO₂-Bepreisung und 20 % Umsatzsteuer. Vom Staat festgelegt. (Die Elektrizitätsabgabe liegt 2026 für Haushalte bei nur 0,1 Cent/kWh – Quelle: E-Control.)
Dass Energie trotz gesunkener Großhandelspreise teuer bleibt, hat vor allem drei Gründe:
- Die Strompreisbremse ist Ende 2024 ausgelaufen – seit 2025 zahlst du wieder den vollen Preis.
- Die Netzentgelte sind gestiegen. Bei Strom kam der große Sprung 2025; für 2026 erhöhen sie sich laut E-Control im Schnitt nur noch leicht (rund +1,3 %, etwa 5 € pro Jahr für einen Haushalt mit 3.500 kWh). Bei Gas steigen die Netzentgelte 2026 dagegen deutlich – im Schnitt rund +18 %, was die Gasrechnung insgesamt um etwa 6 % erhöht (Quelle: E-Control).
- Die Krisen-Entlastungen der Jahre 2022 bis 2024 sind ausgelaufen, und Abgaben wie die CO₂-Bepreisung bleiben fester Teil des Preises.
Die Konsequenz: Bei Netz, Steuern und Abgaben hast du keinen Spielraum. Der einzige Hebel, an dem du wirklich drehen kannst, ist der Energiepreis – also dein Anbieter und dein Tarif.

Wie schützt du dich vor Preiserhöhungen?
Deine Rechte bei einer Preiserhöhung: Erhöht dein Anbieter den Preis, muss er dich vorab informieren – und du hast laut E-Control ein Widerspruchsrecht. Hinnehmen musst du die Erhöhung also nicht: Du kannst widersprechen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Die genauen Fristen stehen in deinem Vertrag bzw. den AGB.
Der wirksamste Schutz: regelmäßig vergleichen und wechseln. Beim Energiepreis sind die Unterschiede groß: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegen laut E-Control rund 17 Cent pro kWh. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch macht das schnell mehrere hundert Euro im Jahr aus. Den größten Vorteil holst du dir, wenn du regelmäßig wechselst, denn die attraktiven Neukundenrabatte gelten meist nur im ersten Jahr.
Der Haken: Kaum jemand hat Lust, jedes Jahr aufs Neue Tarife zu vergleichen, Fristen zu überwachen und den Wechsel abzuwickeln. Genau das übernimmt Energy Hero für dich – Jahr für Jahr. Wir behalten den Markt durchgehend im Auge und sorgen dafür, dass du immer beim günstigsten Anbieter bleibst.
Wie der Wechsel funktioniert, liest du auf unseren Seiten zum Stromanbieter wechseln und zum Gasanbieter wechseln.
Fazit: Die Rekordpreise sind Geschichte, doch gestiegene Netzkosten, ausgelaufene Entlastungen und hohe Abgaben halten Energie teuer. Beeinflussen kannst du nur den Energiepreis – und genau dort liegt mit einem regelmäßigen Anbieterwechsel dein größtes Sparpotenzial.
Was diese Preise für dich konkret bedeuten, hängt auch von deinem Bundesland ab — Netzentgelte und Regional-Anbieter machen den Unterschied. Und wenn du nicht nur vergleichen, sondern wechseln willst: Hier geht’s zum Stromanbieter wechseln in Wien oder zum Stromanbieter wechseln in Niederösterreich.
Häufige Fragen zu den Energiepreisen 2026
Was eine einzelne Kilowattstunde aktuell kostet – inklusive der Unterschiede je Bundesland – liest du im eigenen Überblick Was kostet 1 kWh Strom in Österreich 2026?.
Weil die Strompreisbremse Ende 2024 ausgelaufen ist, die Netzentgelte gestiegen sind und Abgaben wie die CO₂-Bepreisung fester Teil des Preises bleiben.
Die Strom-Netzentgelte steigen 2026 nur leicht (rund +1,3 %), die Gas-Netzentgelte dagegen deutlich (rund +18 %, etwa +6 % auf die gesamte Gasrechnung). Der Energiepreis selbst schwankt marktabhängig.
Du hast laut E-Control ein Widerspruchsrecht und musst eine Erhöhung nicht hinnehmen: Du kannst widersprechen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Am wirksamsten ist regelmäßiges Vergleichen und Wechseln.
